Extreme Wetterlagen

Infoblatt der Senatorin für Kinder und Bildung zu: Besondere Wetterlagen

Extreme Wetterlagen: Hinweise für Eltern

extreme Wetterlagen wie z. B. Orkan, Sturm, Schneeverwehungen oder Glatteis treten manchmal in unerwarteter Stärke auf. Sie werden zwar durch Wettervorhersagen in der Regel rechtzeitig angekündigt, es lässt sich jedoch oft nur schwer beurteilen, wie sie sich zu verschiedenen Zeiten in den einzelnen Stadtgebieten auswirken.

Achten Sie auf den Wetterbericht

Die zuständigen Behörden haben keine Möglichkeit, Maßnahmen für einzelne Kinder oder Gruppen zu treffen. Die Mitverantwortung für den Schulweg bzw. den Weg zum Kindergarten kann den Eltern nicht abgenommen werden.

Bei Verdacht auf Sturm, starken Schneefall oder Glatteis
• lesen Sie bitte den Wetterbericht in der Zeitung
• hören Sie den Wetterbericht der lokalen Radiosender.

Begleiten Sie ihr Kind

Bei angekündigten Windstärken 7 bis 8 und einzelnen Böen bis Stärke 10 ist in den letzten Jahren keine besondere Gefährdung bekannt geworden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass in einzelnen Fällen die Wege (z.B. durch Bauzäune, Plakatwände, herabfallende Äste) bereits gefährlich sein können. Auch der Umfang von Schneeverwehungen und die Bildung von Glatteis können in den einzelnen Stadtteilen und Straßen sehr unterschiedlich sein.
Begleiten Sie bei Ankündigung von Sturm, Schneefällen mit Schneeverwehungen und Glatteis nach Möglichkeit kleine Kinder auf ihrem Weg zur Schule oder zum Kindergarten.

Behalten Sie ihr Kind zuhause oder holen es ab

Bei Windstärken über 9 und 10 mit orkanartigen Böen Stärke 11 und mehr können stürzende Pappdächer, Dachziegel, Zäune, Bäume u.a. eine große Gefahr bedeuten, Schneeverwehungen können den Weg für jüngere Kinder unbegehbar machen und den öffentlichen Personenverkehr zum Erliegen bringen. Vergleichbares gilt bei plötzlichem Glatteis.
Behalten Sie deshalb
• bei angekündigten starken Stürmen mit orkanartigen Böen,
• bei starkem Schneefall und
• bei gefährlichem Glatteis
kleinere Kinder und in Zweifelsfällen auch größere zu Hause.

Die Schule und der Kindergarten werden Ihre verantwortungsbewusste Entscheidung respektieren. Im Zweifelsfall geht Sicherheit vor Unterricht. Die Behörden werden besondere Hinweise über späteren Unterrichtsbeginn, teilweisen und völligen Unterrichtsausfall, teilweise oder völlige Einstellung der Beförderung bremischer Schüler mit Schulbussen, über Notdienst in Kindertagesheimen u.a. über die lokalen Radiosender bekannt geben.
Holen Sie Ihr Kind im Falle eines bei Tage einsetzenden Unwetters möglichst zu den normalen Schlusszeiten des Unterrichts oder des Kindergartens/Kindertagesheimes ab.

Wenn es mal länger dauert

Wenn im Laufe des Tages extreme Wetterverhältnisse eintreten, kann es erforderlich werden, dass die Kinder nicht zur gewohnten Zeit entlassen werden. Sie bleiben vor allem dann länger in der Schule oder im Kindergarten/Kindertagesheim, wenn in absehbarer Zeit mit einer Beruhigung der Wetterlage zu rechnen ist.
Gegebenenfalls wird eine Information über die lokalen Radiosender bekannt gegeben.

Im Fall von Smog

In Fällen einer anhaltend hohen Luftbelastung (Smog) wird die bremische Bevölkerung über die lokalen Radiosender informiert. Danach kann zum Schutz der Gesundheit der Schülerinnen und Schüler der Unterricht an den öffentlichen Schulen im Lande Bremen ausfallen.
Bei Bekanntgabe der Alarmstufen während der Unterrichtszeit wird der planmäßige Unterricht zu Ende geführt.
Von hohen Luftbelastungen sind Menschen, die an Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und kleine Kinder besonders betroffen. Gesundheitlich gefährdete Personen sollten sich nach Möglichkeit in geschlossenen Räumen aufhalten und unnötige körperliche Anstrengungen vermeiden.
Im Falle einer anhaltend hohen Luftbelastung (Smog) ist es Ihnen freigestellt, Kinder mit Erkrankungen der Atemwege zu Hause zu behalten.